Nukleare Rüstungskontrolle


Das Aufkommen der Atomwaffen hat die Menschheit vor die Frage gestellt, neue politische Instrumente zu schaffen, um das Leben von Gesellschaften und Staaten zu sichern. Eine Antwort auf das unkontrollierte nukleare Wettrüsten der fünfziger und sechziger Jahre war die Schaffung nuklearer Rüstungskontrolle, zuerst zwischen den Vereinigten Staaten und der damaligen Sowjetunion, dann gegenüber weiteren potenziellen Kernwaffen- und Nichtkernwaffenstaaten. Nach mehr als 55 Jahren nuklearem Rüsten wurde ein Geflecht von nuklearen Rüstungskontrollverträgen etabliert. Kernwaffenfreie Zonen verbieten insbesondere in der südlichen Hemisphere die Herstellung, Lagerung und Stationierung von Kernwaffen. Die Teststopp-Verträge verbieten den Vertragsparteien überirdische Nukleartest und bilden eine Barriere gegen die "vertikale Proliferation" von Atomwaffen. Das Nichtweiterverbreitungsregime kann als zentrale Säule der globalen, nuklearen Rüstungskontrolle angesehen werden. Zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion, später der Russischen Föderation, wurden bilaterale, nukleare Rüstungskontrollverträge abgeschlossen, die das nukleare Wettrüsten zwischen den beiden nuklearen Supermächten begrenzen und die Abrüstung nach Ende des Ost-West-Konfliktes möglich machen sollten.

Umso unsicherer die Lagerstätten von waffenrelevantem Material sind, umso größer ist die Gefahr, dass spaltbares Material in die Hände von Terroristen gerät. Nach Ende des Ost-West-Konfliktes wird insbesondere der Nuklearterrorismus als steigende Gefahr angesehen.

1947 führte das Bulletin of the Atomic Scientists die Doomsday Uhr ein, die den Stand der Nuklearen Gefahr symbolisiert und seitdem den Titel der Zeitschrift ziert. Ein chronologischer Überblick verdeutlicht, wann und warum die Uhr vor- und zurückgestellt wurde.

Das "Nuclear Notebook" des Bulletin of the Atomic Scientists gibt sowohl den aktuellen Status der Nuklearstreitkräfte verschiedener Kernwaffenmächte als auch die weltweiten Nukleararsenale [Stand Juli/August 2006] an.

Das Institute for Science and International Security ISIS führt Länder auf, die über Nuklearwaffenprogramme unterhielten, noch verfügen bzw. fortsetzen. Darüber hinaus wird eine Aufstellung über die Produktion und den Stand des waffenfähigen Materials der bekannten Kernwaffenstaaten geführt. Hinzukommen Tabellen über die Vorräte an überschüssigem Material und separiertem Plutonium aus zivilen Quellen. Schließlich findet man auch Aufstellungen zu den Plutoniumbeständen im zivilen Nuklearsektor.


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Literatur, die im Internet verfügbar ist



Mail an die Autoren | zuletzt aktualisiert 2009-06-24