Zeitleiste

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Antike

In der Antike wurde mit "Rüstungskontrolle" auf zwei verschiedene Arten umgegangen: Zum einen die Einrichtung von Pufferzonen und zum anderen die Entwaffnung des Besiegten 

 
Einrichtung einer Pufferzone

um 1280 v.Chr    

Vereinbarung zwischen dem Ägypter Ramses II und König Hattusili III. nach der Schlacht von Kadesch

Entwaffnung der Besiegten

404 v.Chr.                 

Am Ende des Peloponnesischen Krieges zwingen die Spartaner die Athener ihre Stadtmauern zu schleifen und den Großteil ihrer Flotte auszuliefern.

201 v.Chr                         

Friedensvertrag zwischen Rom und Karthago. Karthago liefert fast seine gesamten Kriegsschiffe aus.

196 v.Chr. 

Friedensvertrag zwischen Rom und Makedonien. Makedonien muss fast seine gesamte Kriegsflotte ausliefern.

Mittelalter

1139                 

Kanon 29 des zweiten Lateran Konzils untersagt den Einsatz der Armbrust gegen Christen.

1215                        

Kanon 71 des vierten Lateran Konzils beschließt, daß keine Waffen an Moslems geliefert werden dürfen. 

In einem weiter gefassten Begriff von Rüstungskontrolle sind die verschiedenen Bestrebungen von Kirche und lokalen politischen Führern zur Verhinderung von Gewalt (Fehde) zu nennen:

989                           

Gottesfrieden auf der Synode von Charroux ausgerufen.

1027-1063?

Waffenstillstand unter Gott  (Truce of God) in der Dioziöse von Elne.

1063  

Waffenstillstand für den  Bischof von Terouanne.

1085 -1103

Landfrieden von Elsass.

1085             

Kaiser Heinrich IV. verkündet Landfrieden für das Deutsche Reich.

1495 

"Ewiger Landfrieden" d.h. absolutes Fehdeverbot.

Neuzeit

1785                                 

Im Artikel XXIII des Vertrages zwischen den Vereinigten Staaten und Preussen werden Verhaltensregeln für den Kriegsfall festgelegt (mit dem Ziel der Begrenzung von Gewalthandlungen). 

1787

Vertrag zwischen Frankreich und Großbritannien über die Limitierung der Zahl von Kriegsschiffen. 

1807 

Friede von Tilsit zwischen Frankreich auf der einen und Preussen und Russland auf der anderen Seite. Im Vertrag wird der Umfang der preussischen Armee begrenzt. 

1817 

Rush-Bagot Vereinbarung zwischen den USA und Großbritannien (anschließend Kanada) über die Einschränkung der Stationierung von Kriegsschiffen auf den großen Seen. 

1868

Deklaration von St. Petersburg in der die Parteien den Verzicht auf Geschosse erklären, die weniger als 400 Gramm wiegen und dabei explosiv oder mit entzündlichen oder verpuffenden Substanzen gefüllt sind. 

1899

Deklaration betreffend expandierende Geschossen. Diese Deklaration ist eine Weiterentwicklung der Deklaration von St. Petersburg und verbietet den Einsatz von Geschossen, die in Menschen auseinanderfallen (sogenannte Dum-Dum Geschosse).

1899 & 1907  

In den  Haager Konventionen wurden Restriktionen zur Kriegsführung beschlossen. 

1902

Protokoll zwischen Argentinien und Chile zur Begrenzung von Kriegsschiffen.

1919

Vertrag von Versailles, der Deutschland in seiner militärischen Macht beschneidet und den Umfang des Militärs begrenzt. 

1919

Vertrag von St Germain-en-Laye: Begrenzung des Umfanges des österreichischen Militärs.

1920 

Vertrag von Trianon: Begrenzung des Umfanges der ungarischen Armee. 

1922

Konferenz von Washington zwischen den USA, Großbritannien, Frankreich, Japan und Italien über das Verhältnis der Marinen zwischen diesen Staaten (auch Washingtoner Flottenkonferenz). 

1923

Vertrag von Lousanne über die Demilitarisierung der Meerenge von Dardanellen, des Marmarameers und dem Bosporus. 

1925

Genfer Protokoll: Die Staaten beschließen Regeln für das Chemiwaffenverbot. 

1928 

Briand-Kellog-Pakt ächtet Krieg als Mittel zur Lösung internationaler Streitfälle. 

1929

3. Genfer Abkommen zum Schutz von Kriegsgefangenen. 

1930

Marinevertrag von London: die Parteien des Flottenvertrages von 1922 beschliessen, in den Jahren zwischen 1931 und 1936 keine Großkampfschiffe zu bauen. 

1930

Protokoll zwischen der Türkei und Griechenland über die gegenseitige Information beim Bau von Kriegsschiffen 6 Monate im voraus.

1931

Entsprechendes Protokoll zwischen der Türkei und der Sowjetunion nur über die Stationierung von Kriegsschiffen im Schwarzen Meer.

1935

Großbritannien und Deutschland tauschen Noten über das Verhältnis der Tonnage des Kriegsschiffbestandes aus (100:35).

1935 -1936

Erweiterung des Marinevertrages von London; es erfolgt eine Abkehr von quantitativen Parametern hin zu qualitativen Parametern.

1937 -1938                                                      

Groß Britannien schließt dem Flottenvertrag ähnliche Verträge mit Deutschland (1937, Zusatzprotokoll 1938), der Sowjetunion (1937), Polen (1938) und den skandinavischen Ländern (1938).

Nach 1945

 

06.08.1945

Erste Atombombe auf Hiroshima. 

14.06.1946

Baruch-Plan

Nov.1949

Gründung von COCOM. Die COCOM war ein Zusammenschluss westlicher Staaten, der einen Export von militärischen und Dual-Use Gütern in die Warschauer Pakt Staaten verhindern sollte. Eine Nachfolgeorganiosation ist unter dem Wassenaar Arrangement entstanden. 

08.12.1953 

Atoms for Peace Proposal

02.04.1954 

Indischer Premier  Nehru schlägt Teststop vor.

23.10.1956 

Gründung der  International Atomic Energy Agency (IAEA); Internationale Atomenergieorganisation (IAEO).

01.12.1959

Antarktisvertrag.

14.–28.10.1962

Kubakrise.

05.08.1963

Vertrag über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser (Limited Test Ban Treaty (LTBT) oder Partial Test Ban Treaty genannt (PTBT)).

30.08.1963

"Heißer Draht" zwischen der USA und der UdSSR eingerichtet.

27.01.1967

Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeit von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper (Weltraumvertrag oder Outer Space Treaty).

14.02.1967

Treaty for the Prohibition of Nuclear Weapons in Latin America and the Caribbean (Treaty of Tlatelolco).

01.07.1968

Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (Non-Proliferation Treaty NPT).

11.02.1971

Vertrag über das Verbot der Anbringung von Kernwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen auf dem Meeresboden und im Meeresuntergrund (oder Seabed treaty).

10.04.1972

Übereinkommen über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer (biologischer) Waffen und von Toxinwaffen sowie über die Vernichtung solcher Waffen (Biotoxinwaffen-übereinkommen oder Biological Weapons Convetion BWC).

26.05.1972

Bilateraler US-sowjetischer Vertrag über die Begrenzung von Systemen zur Abwehr Strategischer Raketen (oder ABM Treaty).

26.05.1972

Interim Agreement Between the United States of America and the Union of Soviet Socialist Republics on Certain Measures with Respect to the Limitation of Strategic Offensive Arms (oder SALT I).

18.05.1974

Erster indischer Nukleartest.

01.08.1975

Helsinki Schlussakte der KSZE

18.06.1979

Treaty Between the United States of America and the Union of Soviet Socialist Republics on the Limitation of Strategic Offensive Arms (oder SALT II).

16.10.1980

Letzter atmosphärischer Test Chinas.

06.08.1985

Südpazifik Nuklearwaffenfreie Zone (Treaty of Rarotonga).

08.12.1987

Treaty Between the United States of America and the Union of Soviet Socialist Republics on the Elimination of Their Intermediate Range and Short-Range Missiles (oder Intermediate-Range Nuclear Force (INF) Treaty).

19.11.1990

Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE oder CFE Treaty).

03.04.1991

UN Sicherheitsrat Resolution 687.

31.07.1991

Treaty Between the United States of America and the Union of Soviet Socialist Republics on the Reduction and Limitation of Strategic Offensive Arms (oder START I).

27.11.1991

US Kongress beschließt Cooperative Threat Reduction Programm.

24.03.1992
in Kraft seit 1.1.2002

Vertrag über den offenen Himmel (Treaty on Open Skies).

03.01.1993

Treaty Between the United States of America and the Union of Soviet Socialist Republics on the Further Reduction and Limitation of Strategic Offensive Arms (oder START II).

13.01.1993

Übereinkommen über das Verbot der Entwicklung, Herstellung Lagerung und des Einsatzes chemischer Waffen und über die Vernichtung solcher Waffen (CWC Treaty).

12.05.1995

Verlängerung des NPT.

15.12.1995

Südostasien nuklearwaffenfreie Zone (Treaty of Bangkok).

11.04.1996

Unterzeichnung des Vertrages von Pelindaba (Nuklearwaffenfreie Zone in Afrika).

14.06.1996

Agreement on Sub-Regional Arms Control concerning Yugoslavia (Serbia and Montenegro), Bosnia and Herzegovina, and Croatia oder Florence Agreement oder Dayton Peace Accords.

10.11.1996

Umfassender Teststopvertrag (oder Comprehensive Test Ban Treaty CTBT; ist noch nicht in Kraft getreten).

03.12.1997

Convention on the Prohibition of the Use, Stockpiling, Production and Transfer of Anti-Personnel Mines and on their Destruction.

16.11.1999

Vienna Document 1999 on Confidence- and Security-Building Measures oder Wiener Dokument.

13.12.2001

USA treten vom ABM-Vertrag zurück.

25.11.2002

International Code of Conduct against Ballistic Missile Proliferation (ICOC).

10.01.2003

Nordkorea erkärt ihren Austritt aus dem NVV.

08.09.2006

Unterzeichnung des Vertrages über die nuklearwaffenfreie Zone in Zentralasien.

14.07.2007

Russland suspendiert den KSE-Vertrag.

16.01.2009

Unterzeichnung des Streumunition-Vertrages

 

Die Vertragstexte im Wortlaut.

 

Links

 

 
 

Literatur

 

  • Croft, Stuart (1996): Strategies of arms control. A history and typologie, Manchester/New York
  • Larsen, Jeffrey A., Rattray, Gregory J. (1996): Arms Control. Towards the 21st Century, Boulder/London
  • SIPRI (2008): SIPRI Yearbook 2008. Armament, Disarmament and International Security, New York