Zerstörungstechnologien

Cooperative Threat Reduction (CTR) Programme
Zerstörung von nuklearen Trägersystemen
Kosten für die Herstellung und Entsorgung der Atomwaffen
Abrüstung und Vernichtung von chemischen Waffen
Zerstörungstechnologien
Die Abrüstung konventioneller Waffen

Von den Tausenden von chemischen Substanzen, die giftig für den Menschen sind, wurden in diesem Jahrhundert ca. 70 Substanzen für chemische Waffenzwecke verwendet.[1] In der Vergangenheit hat sich herausgestellt, daß die früheren Methoden zur Vernichtung von C-Kampfstoffen wie

  • Vergraben,
  • Verklappen in Ozean, Seen oder Flüssen,
  • Verbrennen unter freiem Himmel oder
  • Detonation
teilweise enorme ökologische Schäden verursacht haben, insbesondere wenn einige Agenzien in das Grundwasser gelangten. Die CWC legt fest, daß CW-Munition, die vor dem 1.1.1977 vergraben wurde, im Boden verbleiben kann. Einmal ausgegraben muß diese allerdings zerstört werden.

Tabelle 19 gibt einige ältere und neuere Technologien zur C-Waffenzerstörung an und beschreibt Erfahrungen, die in den ausgewählten Ländern gemacht worden sind. Kanada und Indonesien beispielsweise haben ihre Bestände vollständig vernichtet. Die CWC favorisiert zwei Zerstörungsmethoden: (a) die Verbrennung und (b) den chemischen Abbau.

Deutschland betreibt in Munster eine Verbrennungsanlage für CW aus dem 1. und 2. Weltkrieg mit hohen Sicherheitsstandards. Während des 15-jährigen Betriebszeitraums wurden bis Ende 1995 118 Tonnen CW-Agenzien und 730 Tonnen verseuchtes Material (Munitionsschrott, Abfälle etc.) zerstört. Die jährlichen Betriebskosten lagen bei 4,5 Mio. DM. Eine zweite Anlage speziell für die Entsorgung arsenischer Substanzen soll im Jahr 2000/2001 in Betrieb gehen.[2]


Literatur

Mail an die Autoren | zuletzt aktualisiert 2002-11-17