Letalität von Massenvernichtungswaffen


Die Letalitätsabschätzung der klassischen Massenvernichtungswaffen (MVW) ist in Tabelle 1 zu sehen. Je nach Art der Verteilung wären in dichtbesiedelten Gebieten enorme Todesraten möglich. MVW werden im militärischen Sektor mit konventionellen Trägersystemen (Raketen, Flugzeuge, Granaten etc.) transportiert. Werden sie durch spezielle Mechanismen ausgebracht, können in kurzer Zeit viele ungeschützte Menschen getötet werden.

Tabelle 1: Letalitätswirkung von MVW im Vergleich bei einer Tonne Nutzlast

MVW
Menge, Sprengkraft
Fläche [km2]
Geschätzte Anzahl der Toten [LD50][1]
Sarin
300 kg; 70 mg-min/m3
0,22
60-200
Anthrax-Sporen
30 kg; 0,1 mg-min/m3
10
30.000-100.000
Hiroshima-Bombe
Ca. 50 kg HEU, 12,5 kt
7,8
23.000-80.000
Wasserstoffbombe
1 Mt
190
570.000-1.900.000


[1]'LD50' bedeutet, daß mit 50% Toten in der betroffenen Fläche gerechnet wird. Benutzt wurde ein Rechenmodell, das u.a. folgende Faktoren miteinbezieht: Auslösungshöhe, Windgeschwindigkeit, Ausbringungsgeschwindigkeit, Höhe der Temperatur-Inversionsschicht, Aufenthaltszeit in der Luft. Vgl. OTA (1993).


Mail an die Autoren | zuletzt aktualisiert 2009-06-22