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KonversionInsbesondere nach Ende des Ost-West-Konfliktes haben sich aufgrund des jahrzehntelangen Wettrüstens enorme Mengen überschüssiger Militärgüter und überschüssigen Personals angehäuft. Unter Konversion versteht man die Umwandlung von überschüssigen Waffensystemen, Munition, waffenrelevanten Materialien, der militärischen Infrastruktur und Liegenschaften, Personal, Wissen sowie Forschung und Entwicklung für zivile Zwecke. Konversion ist somit nicht nur relevant für die internationale Sicherheit, sondern auch für die Industriepolitik, für die Umwandlung des Rüstungssektors, die Ökologie und die Forschung und Entwicklung.Konversion umfasst:
Die Beseitigung, d.h. Zerstörung, Rezyklierung oder Konversion, von überschüssigen Waffensystemen ist sehr kostenintensiv und abhängig vom Know How. Die Kosten für die Reduzierung eines konventionellen Systems im Rahmen des KSE-Vertrages beispielsweise liegen im Bereich von 1.000 USD, wohingegen die Neubeschaffung ca. tausendmal teurer ist. Insbesondere eine umweltgerechte Beseitigung großer Stückzahlen ist durch die Abrüstungsverträge nicht geregelt. Je nach Zerstörungs- und Lagermethode können die Waffensysteme mehr oder weniger unumkehrbar unbrauchbar gemacht werden. Bei der Konversion von Waffensysteme werden teilweise wertvolle Rohstoffe frei. Nach M. Renner 1994 besteht ein Kampfpanzer aus 18 Tonnen hochlegiertem Stahl, 8 Tonnen niedriglegiertem Stahl, 4,5 Tonnen eisenfreiem Stahl, 1 Tonne Aluminium, 145 kg Messing und Bronze, 80 kg Kupfer und 52 kg Blei. Oft ist die Entsorgung von gefährlichen Substanzen teurer als deren Herstellung: So ist die C-Waffenbeseitigung in den USA ca. zehnmal so teuer wie deren Herstellung. Eine Mine kostet 3-20 USD, ihre Räumung hingegen im Schnitt 300-1.000 USD. Im Rahmen von bi- und multilateralen Rüstungskontrollverträgen kann auf eine Reihe von Verifikations- und Überprüfungsmaßnahmen zurückgegriffen werden. Die direkte oder indirekte Zerstörung waffenrelevanter Materialien ist bisher nicht Gegenstand von Rüstungskontrollverträgen. Für eine ökologisch verträgliche und nachhaltige Entsorgung überschüssiger Waffen gibt es heute keine internationalen Standards und Vorschläge. Literatur
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Mail an die Autoren | zuletzt aktualisiert 2009-06-24 |