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Vorhandene Bestände
Zu unterscheiden sind zum einen Bestände, die nicht mehr zu Kriegszwecken geeignet oder vorgesehen
sind, hierzu zählen z.B. überflüssiges Nuklearmaterial oder veraltete chemische Waffen bzw. Bestände, die
vertragskonform vernichtet werden sollen. Zum anderen gibt es nach Ende des Ost-West-Konfliktes trotz
Abrüstungsbestrebungen und Rüstungskontrollverträgen enorme Bestände von
Massenvernichtungswaffen, die für militärische Zwecke bereit gehalten werden.
Im Rahmen des Ost-West-Konflikts ist ein unvorstellbares Zerstörungspotential angehäuft
worden, dessen Dimension kaum in Zahlen ausgedrückt werden kann.
Anfang der 90er Jahre waren gelagert oder stationiert:[1]
- Ca. 50.000 Atomsprengköpfe, was einer Sprengkraft von 13 Mrd. Tonnen TNT entspricht,
- über 70.000 Tonnen Giftgas,
- Millionen Tonnen herkömmlicher Munition und konventioneller Sprengköpfe,
- 45.000 Kampfflugzeuge, 172.000 Panzer, 155.000 Artilleriegeschütze und 2000
größere Schiffe und U-Boote.
Bis heute ist nur ein kleiner Teil dieses Materials unschädlich gemacht worden. Die
internationalen Rüstungskontrollverträge, die die Begrenzung der verbleibenden Waffen
regeln, klären keineswegs, was mit den überschüssigen Waffen und teilweise hochtoxischen
Materialien passieren soll. Weder Lagerstandards noch umweltschonende Zerstörungstechnologien
werden vorgeschrieben oder empfohlen. Sicherheitsnormen und Umweltstandards spielen eine untergeordnete Rolle.
Bestände Nuklearmaterial
Bestände Chemische Waffen
Links
Literatur
- [1]Michael Renner: Großes Aufräumen nach dem Wettrüsten, in: Lester R. Brown (Hrsg.): Zur
Lage der Welt - 1994, Frankfurt a.M. 1994, S.180
Literatur, die im Internet verfügbar ist
- The Model Nuclear Inventory
listet im PDF-Format die Nukleararsenale, inkl. Spaltbarem Material, Atomanlagen und internationale Aktivitäten auf.
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