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Konventionelle Waffen
KSE-Vertrag
Der Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa wurde am 19. November 1990
unterzeichnet, trat am 9.11.1992 in Kraft und im November 1999 angepasst. Das umfassende Vertragswerk baute zunächst
das große Ungleichgewicht konventioneller Streitkräfte der NATO und des damaligen Warschauer Paktes ab.
Der Vertrag setzt Begrenzungen für fünf Waffenkategorien:
- Kampfpanzer
- Gepanzerte Kampffahrzeuge
- Artillerie, min. 100-mm Kaliber
- Kampfflugzeuge
- Angriffshubschrauber
Geltungsgebiet: vom Atlantik bis zum Ural (Atlantic-to-the-Urals, ATTU-Zone)
Vertragsstaaten:
Der Vertrag wurde verhandelt und unterzeichnet von den Mitgliedsstaaten der Warsaw Treaty Organization (WTO)
und der NATO im Rahmen der Konferenz über Sicherheit und Kooperation in Europa (ab 1995: OSZE, Organisation
für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa).
| Unterzeichner: |
30 Staaten:
Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Belgien, Bulgarien, Kanada, Tschechische Republik, Dänemark,
Frankreich, Georgien, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Italien, Kasachstan, Luxemburg, Moldawien,
Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Slowakei, Spanien, Türkei, Großbritannien,
Ukraine, USA |
Der Vertrag hat umfassende Verifikationsregelungen. Die politischen Veränderungen in
Europa machen eine Anpassung an die neuen Strukturen in Europa erforderlich.
Übereinkommen über die Anpassung des Vertrags über konventionelle Streitkräfte in Europa
Der Änderungsvertrag von 1999 ersetzt das im KSE-Vertrag festgelegte militärische
Gleichgewicht der Blöcke durch individuelle Begrenzungen für die einzelnen Staaten. Außerdem
bietet er eine neue Struktur der Begrenzungen und neue militärische, flexible Mechanismen, begrenzende
Untergrenzen (=flank sublimits?) und verbesserte Transparenz. Er öffnet das KSE-Verfahren für alle
anderen europäischen Staaten.
Der Änderungsvertrag ist noch nicht in Kraft getreten, da die Ratifizierungsurkunde er bisher nur von
Weißrußland hinterlegt wurde.
Abschließende Akte der Verhandlungen über Personalstärken der konventionellen Streitkräfte in Europa
Diese Vereinbarung, die am 10.7.1992 in Helsinki unterzeichnet wurde und am 9.11.1992 in
Kraft getreten ist, begrenzt die Personalstärken der konventionelle Landstreitkräfte der
Vertragsstaaten innerhalb der ATTU-Zone (s. KSE-Vertrag).
Wiener Dokument
Wiener Dokument über vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen
Das Wiener Dokument (WD) wurde durch die Teilnahmestaaten der OSZE in Istanbul am 16. November
1999 angenommen und ist am 1. Januar 2000 in Kraft getreten.
Das Wiener Dokument von 1999 fußt auf dem Stockholmer Dokument von 1986 zu vertrauens- und sicherheitsbildenen
Maßnahmen (VSBM) und Abrüstung in Europa und auf
frühere Wiener Dokumente (1990, 1992 und 1994). Bereits das Wiener Dokument von 1990 umfasste den Austausch
von Daten zum Militärbuget, Risiko vermindernde Vorgehensweisen, ein Kommunikationsnetzwerk und eine
jährliche Bewertung der VSBM-Umsetzung.
Die WD 1992 und 1994 führten neue Mechanismen und Parameter zu militärischen Aktivitäten,
Verteidigungsplanung und militärischen Kontakten ein.
WD 1999 führt regionale Maßnahmen mit dem Ziel der höheren Transparenz und höherem Vertrauen
in einem bilateralen, multilateralen und regionalen Kontext.
| Unterzeichnet: |
16.11.1999 |
| In Kraft getreten: |
1.1.2000 |
Vertrag über den Offenen Himmel
Vertrag über den Offenen Himmel
Der Vertrag über den Offenen Himmel wurde zur Unterzeichnung in Helsinki am 24. März
1992 eröffnet, und ist am 1. Januar 2002 in Kraft getreten.
Der Vertrag verpflichtet die Vertragsstaaten, ihre Territorien für unbewaffnete
Überwachungsflüge zu öffnen. Das vom Vertrag erfasste Gebiet reicht von Vancouver, Kanada
bis ostwärts nach Vladivostok, Rußland und bezieht sich auf das gesamte Territorium aller Vertragsstaaten.
Sechs Monate nach dem Inkrafttreten des Vertrages können auch andere Staaten, die nicht der OSZE angehören,
Zugang zum Vertrag bekommen.
| Unterzeichnet: |
24.3.1992 |
| In Kraft getreten: |
1.1.2002 |
| Unterzeichner: |
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Georgien,
Großbritannien, Griechenland, Kanada, Ungarn, Island, Italien, Luxemburg,
Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Slowakei,
Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, USA, Weißrussland.
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| Unterzeichnet, aber nicht ratifiziert: Kirgistan
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